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Letzte Aktualisierung: 12.12.2017 - 21:00 Uhr
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AvD-Histo-Monte 2015    Die Oldtimer-Rallye von Mainz nach Monte Carlo  vom 04. – 08.02.2015

Vier spektakuläre Tage durch Schnee und Eis von Mainz bis ins sonnige Monte Carlo Am ersten Februar-Wochenende ging die „19. AvD Histo Monte“ zu Ende und für das Team Horst Weck und Udo Pilger mit einem akribisch vorbereiteten Porsche 356SC erfolgreich. Mit einem 3. Platz unter 70 genannten Teilnehmern stand das Solinger Team mit unserem Mitglied Udo Pilger nach dem Gesamtsieg 2003 nun bei ihrer dritten Teilnahme zum zweiten Mal auf dem Podest. Nach vier Rallyetagen und fast 1800km von Mainz bis ins Fürstentum Monaco ging eine schneereiche, spektakuläre und bestens organisierte Veranstaltung zu Ende. Udo Pilger: „In meiner fast 50-jährigen Motorsportaktivität als aktiver Teilnehmer habe ich noch nie eine solch hervorragend organisierte Veranstaltung erlebt.“ Veranstaltungsleiter Peter Göbel, selbst sechsmaliger Gewinner der „AvD Histo Monte“ hatte ein exklusives und kompetentes Team um sich geschart. Allen voran den Franzosen Jean-Marc Bonnay als stellvertretenden sportlichen Leiter, der noch zwei Wochen vorher bei der Rallye Dqakar in Südamerika unterwegs war, und die Kontakte zu den französischen Genehmigungsbehörden hatte und insgesamt 1700 Genehmigungen in Frankreich zu dieser Veranstaltung einholte. Des Weiteren die französischen Ärzte Dr. Olivier Aubry, Chefarzt der Rallye Dakar, sowie Dr. Florene Pommerie, Chefärztin des Radrennens Tour de France, die vor der Veranstaltung aufgrund von behördlicher Auflage in Frankreich vor dem Start bei allen Teilnehmern einen Gesundheitscheck machten. Der erste Tag fing schon mit zwei Streichungen von acht Gleichmäßigkeitsprüfungen an. Beide Prüfungen GLP 4 im Staatsforst Merzalben (Pfälzer Wald) und GLP 6 in Liersbach (Schwarzwald) musste wegen Schneebruch ersatzlos gestrichen werden. Nach einem Kurzstop in Haslach, wo die stellvertretende Bürgermeisterin den Teilnehmern Schnittchen mit Schwarzwälder Schinken zur Stärkung überreichte kam mit der GLP 7 die erste schneereiche 17 km lange Sonderprüfung Kandel von 500 Meter auf 1200 Meter und wieder auf 700 Meter hinunter. Mit nur 0,5 Sekunden Abweichung bei drei unbekannten Zeitnahmen auf Schnee festigte das Team Weck / Pilger eine Spitzenposition. Auf der folgenden GLP 8, der legendären 12km langen Schauinsland Bergrennstrecke, die allerdings bergab gefahren wurde, gab es massenhaft Schnee mit starken Schneeverwehungen. Am Ende des ersten Tages mit Übernachtung in Freiburg lag das Solinger Team auf Platz vier in der Gesamtwertung. Aufgrund der Schneeverhältnisse am zweiten Tag  entlang der Schweizer Grenze durch das Rhone-Gebiet bis Aix les Bains war es der schwierigste Tag. Hier wurden insgesamt 7 GLP´s gefahren, die allesamt schneebedeckt waren. Udo Pilger: „ Wir sind an diesem Tag in den Alpen kaum einen Kilometer ohne Schnee gefahren.“ Wegen der schwierigen Streckenverhältnisse wurden die Schnitte von teilweise 50km/h von Veranstalter heruntergesetzt. Hier wurde auch der kälteste Ort Frankreichs passiert, wo am 17.01.1985 eine Temperatur von -41,2° gemessen wurde und in dem Bereich auch Schneesturm mit weniger als 20 Meter Sichtweite herrschte. Der öffentliche Straßenverkehr kam völlig zu erliegen und nur die Rallyeteilnehmer, teilweise mit Schneeketten bestückte Fahrzeuge, setzten ihre Fahrt fort. Nach diesem spektakulären Tag konnten Horst Weck und Udo Pilger den vierten Gesamtrang bestätigen. Auch am dritten Tag waren noch einige Sonderprüfungen schneebedeckt, je weiter es Richtung Süden zum Etappenziel Nizza ging wurden die Streckenverhältnisse besser. An diesem Tag konnte das Team Weck / Pilger zwei Prüfungen für sich entscheiden und verbesserten sich auf den damit nach 21 Sonderprüfungen auf Platz 2 im Gesamtklassement. Am vierten und letzten Tag stand mit dem legendären Col de Turini das Highlight auf dem Programm. Bis zur Mittagpause auf dem Col de Turini mussten erst noch drei GLP´s absolviert werden. In dem geschichtsträchtigen Restaurant konnten die zahllosen Autogramme und Fotos von Rallyefahrern sowie die zahlreichen Rallyeschilder bestaunt werden. Von da aus ging es auf die GLP 25 bergab Richtung Moulinet und Sospel bevor als letzte Prüfung vor dem Ziel in Monte Carlo der Col de Castillon gefahren wurde. In der Tageswertung belegte unser Team nur Platz 13 und fiel damit in der Gesamtwertung auf den dritten Platz zurück. Trotzdem waren Horst Weck und Udo Pilger überglücklich einen Podestplatz herausgefahren zu haben, denn ein Bordbuch mit 197 Seiten Kartenkopien war schon schwierig zu bewältigen und von 22 gefahrenen Prüfungen und 43 geheimen Zeitnahmen vier Prüfungen für sich entscheiden und 5 Prüfungen unter den Top Ten beenden. Udo Pilger: „Wir hätten nie damit gerechnet unter dem starken Teilnehmerfeld mit dem mehrfachen deutschen Rallyemeister Matthias Kahle, der mit seinem Skoda 120RS hinter uns landete unter die ersten drei Teams landen würden. Als Ziel hatten wir uns die Top Ten gesteckt.“ In der inoffiziellen Wertung bis Baujahr 1969 wurden Weck / Pilger mit dem 64er Porsche 356 SC bestes Team.  Bericht: Upi Hier geht es zu den Videos ---->  Hier geht es zu den Endergebnissen ---->