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Letzte Aktualisierung: 19.10.2017 - 17:15 Uhr
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Hintergrundinformationen zur sportlichen Orientierungsfahrt

(Auszug aus “ADAC Nordrhein Pokalwettbewerb Sporttouristische Orientierungsfahrten 2015”) Orientierungsfahrt, was ist das? Hierbei handelt es sich um eine motorsporttouristische Veranstaltung, für die keinerlei Lizenzen erforderlich sind. Das Fahrzeug muss mit einem Fahrer und Beifahrer besetzt sein. Es ist zum Straßenverkehr zugelassen (keine rote Nummer) und entspricht in allen Punkten der StVO. Für Orientierungsfahrten wird auch oft der Begriff „Rallye“ benutzt. Bei beiden Sportarten wird das Team von Fahrer und Beifahrer gebildet. Einer muss sich auf den anderen verlassen können. Der Unterschied zwischen Rallye und Orientierungsfahrt ist folgender. Rallyes werden auf abgesperrten Straßen und Wegen durchgeführt. Die Strecke muss mit einer Bestzeit durchfahren werden. Bei der Orientierungsfahrt werden keine Strecken abgesperrt. Die Teilnehmer bewegen sich im normalen Straßenverkehr. Sie bekommen zum Bewältigen der Aufgaben eine Sollzeit vorgelegt. Der Rallyebeifahrer hat sein „Gebetbuch“ vor sich. Die Teilnehmer bewegen sich im normalen Straßenverkehr. Sie bekommen zum Bewältigen der Aufgaben eine Sollzeit vorgelegt. Der Rallyefahrer fährt mit einem teuren, speziell für Rallye, getuntem Fahrzeug mit einem umfangreichen Sicherheitspaket, wie Überrollbügel, Hosenträgergurte, Sportfahrwerk, Spezialreifen für verschiedene Straßenzustände. Der Orientierungsfahrer kann mit jedem Auto von der „Stange“ an dem Wettbewerb teilnehmen. Es herrscht eine freundliche, kameradschaftliche Atmosphäre. Man ist eine große Familie und hat viel Spaß. Vor dem Start werden die Papiere des Fahrers (Führerschein, Kfz-Schein) bei der Dokumentenabnahme überprüft. Das Fahrzeug, mit dem sie starten wollen, muss verkehrstüchtig sein. Während der Fahrer sich um das Fahrzeug kümmert (sehr hilfreich ist ein Tageskilometerzähler am Tacho) hat der Beifahrer andere Aufgaben zu bewältigen. Sehr hilfreich ist sein eigenes kleines „Büro“ im Fahrzeug wie Klemmbrett mit einer Korkauflage, Markierungsnadeln zum Fixieren der Aufgaben auf der Karte, bunte Filzschreiber, Kugelschreiber, Bleistift und Spitzer, Radiergummi, Lineal. Diese Dinge sollten nicht fehlen. Bevor gestartet wird, müssen Fahrer und Beifahrer die Ausschreibung und Ausführungsbestimmungen der Veranstaltung genau studieren, damit bei der späteren Lösung der Aufgaben möglichst wenig Fehler gemacht werden. Danach geht es auf die Strecke. Alle Teilnehmer werden ab einer vergebenen Uhrzeit im Abstand von jeweils einer Minute gestartet. Die Streckenlänge beträgt max. 75km. Erst am Start erhält man zur Startzeit die Fahrtaufgaben. Zur Bewältigung der Fahrtaufgaben hat man 3 Stunden Zeit. Außerdem wird eine Karenzzeit von einer Stunde zum „vertrödeln“ gewährt. Wird diese Karenzzeit in Anspruch genommen kann dies bei Punktgleichheit zur Ermittlung der Platzierungen herangezogen werden. Fahrtaufgaben Die Fahrtaufgaben können z.B. so genannte Skizzen sein. Diese werden auf Transparentpapier*** gedruckt und mit Hilfe einer Anlegehilfe (Ortsnamen oder andere Karteneindrucke) in Übereinstimmung gebracht. Wenn dies in Ordnung ist muss der Beifahrer nun dem Fahrer genau angeben, wohin er zu fahren hat. Der Veranstalter kontrolliert die richtige Lösung der Fahrtaufgaben und die Einhaltung der Fahrtstrecke durch „Kontrollen“. Diese sind vom Beifahrer in der Bordkarte, die ebenfalls beim Start ausgegeben wird, einzutragen. Dabei wird unterschieden zwischen Orientierungskontrollen und Stempelkontrollen. Orientierungskontrollen können sein: Schilder mit Zahlen auf weißem Grund, die vom Beifahrer in der Bordkarte vermerkt werden müssen. Stempelkontrolle: Der Beifahrer gibt seine Karte zum Bestempeln ab. Während der gesamten Veranstaltung muss man auf kleine Feinheiten der Streckenführung achten, denn es kann auch mal einige Meter von der Straße weg über einen Parkplatz oder Bauernhof gehen. Der Veranstalter kann das Einbahnstraßenprinzip vorgeben, d.h. alle Straßen, die einmal in einer Richtung befahren wurden, dürfen fortan nicht mehr entgegengesetzt benutzt werden. Auch bei Kreuzungen muss man aufpassen, denn eine einmal befahrene Straße über eine Kreuzung darf künftig nicht mehr geradeaus überquert werden, d.h. es darf nur noch eingebogen werden. In diesen Fällen muss der Beifahrer eine andere Streckenführung wählen, um die Fahrtaufgabe lösen zu können und keinen Fehler zu machen. Diese Regelung gilt nur als Beispiel für Aufgabenstellungen. *** Meist sind bei den heutigen Ories die Fahrtaufträge (Pfeile, Striche, Punkte ...) bereits in die Kartenskizzen eingedruckt! Wer noch mehr zu Orientierungsfahrten wissen möchte, sollte sich den ORI-Ratgeber von Peter Beckers anschauen.