Motorsportgemeinschaft Solingen
© Sportfahrerkreis Solingen 2021 Letzte Aktualisierung: 06.05.2021 - 14:30 Uhr

1. Kupferstädter Adventskalender des OC Stolberg vom 01. bis 24. Dezember 2020

Bericht af

“Denn sie wissen nicht, welche Arbeit da kommt” Der ""Lockdown light" von November bis in den Januar brachte weitere Ori-Absagen, so z.B. auch die "Sewastopol" oder „Winter-Nacht-Ori Sommerkahl“. Ein Teilnehmer der 1. Virtuellen Zöppkesfahrt ist Sportleiter beim OC Stolberg. Dieser Verein ist sehr jung, hat jedoch spontan einen “Virtuellen Adventskalender” ausgeschrieben. Hier muss man ab dem 01.12.2020 jeden Tag ein Türchen aufmachen und die dahinter befindliche Ori-Aufgabe lösen. Zum Schluss gibt es eine Gesamtwertung. Es haben sich 33 Teilnehmer angemeldet. Ich habe mal gerechnet. Das sind knapp 800 Bordkarten, die ausgewertet werden müssen. Na, dann viel Spaß! Das erste Tourchen brachte bereits die ersten Rückfragen. Machen die OK´s die Straßen zu oder nicht. Zählen die so gesperrten Straßen bei der Chinesenfrage eine Rolle oder nicht. Die Antwort kam mit der Lösung. Alle OK-Teile können Straßen sperren. Chinesen werden nach Karte gefahren, bedeutet alle Straßen zählen, gesperrt oder nicht. So hatten wir anstatt eines "B" ein "D" auf der Bordkarte. Da nur 5 OK´s notiert werden mussten, war alles überschaubar. Der Fahrtleiter hatte gefühlt, wegen dieser Unstimmigkeiten wohl alles unbestraft gelassen. Das wären bisher also Null Fehler. Am 2. Tag haben wir nicht erkannt, dass nach Strich und Punkt am linken Rand der Punkt links neben dem "O" am nächsten lag. Somit haben wir das "N" und "O" zu wenig auf der Bordkarte. Eventuell wird hier nur ein Fehler angerechnet. Bei dem Tourchen 3 ist uns ein blöder Fehler passiert. Bei dem letzten Abzweig der Fischgräte haben wir anstatt 2 links und 1 rechts liegen lassen 2 rechts und 1 links liegen gelassen. Anstatt dem "S" haben wir ein "T" notiert. Die Aufgaben 4 bis 8 haben wir fehlerfrei absolviert. Alle Unterlagen waren klar und sauber. Das “Geschehen” spielt sich bisher an der Weser über Petershagen und oberhalb von Minden ab. Die Teilnehmer des MSC Rothenuffeln werden sich in der Gegend ein wenig auskennen. Neben der bekannten Fischgräte und „normalen“ Chinesenzeichen kamen auch „Chinesen im Gitter“ und „Nummernsalat“ vor. Die letztgenannte Aufgabenstellung kannten wir nicht, kamen aber schnell auf die Lösung. In Aufgabe 6 benötigte man eine sehr gute Lupe und ein genaues Lineal. Die Frage, ob der zweite Pfeil des Pfeilwurms näher ist als der Strich auf der K10 entschied sich zwischen 1,89 cm und 2,08 cm. Der Strich war näher! Wir haben richtig gemessen. Nach Tourchen 8 kam eine Zwischenwertung. Mit 10 Strafpunkten liegen wir derzeit wegen der späteren Abgabe auf Rang 6. 09.12.: Heute haben wir das „Tourchen 9“ abgegeben. An zwei Punkten hatten wir Zweifel, weil nichts darüber im Fahrerbrief stand. Wenn wir keinen Klops übersehen habe, scheint es wieder auf null Fehler hinaus zu laufen. Die Null-Fehler-Serie hielt bis einschließlich Tourchen 11 stand. In Tourchen 12 haben wir eine doppellinige Straße übersehen, die lediglich in Fragmenten unter einem Ortsnamen lag. Auf die Problematik des Pfeilwurms gehe ich hier nicht ein. Es wird sich wohl bis zum Ende hinziehen, dass man nicht genau weiß wie lang zwei Millimeter eigentlich sind. 14.12.: Mit Tourchen 13 kam der nächste Nuller und auch die Aufgabe am 14ten Tag sah anfangs nicht schlecht aus. Im letzten Moment haben wir “geschnallt”, warum der Punkt an der Stelle war, wo er war. Allerdings haben wir uns einen Fehler aufgrund eines Ortsnamens eingehandelt, der eine doppellinige Straße fast unkenntlich gemacht hat. 15.12.: Bei Tourchen 15 war zunächst einmal keine Überlappung sondern eine zusätzliche Schleife zum Pfeil A hin zu fahren, da der Pfeil in einer Seitenstraße begann. Auch wenn ich hier immer mal wieder vom “Fahren” schreibe, ist da natürlich nur “mit dem Finger auf der Karte” gemeint. Diesmal mussten OK´s auf beiden Seiten der Straße notiert werden. So mussten vor dem Strich 5 noch 2 Punkte gefahren werden, wo man die OK´s auf dem Hin- und Rückweg notieren musste. Auch galt es zu erkennen, dass der Pfeil an der Kirche über Wittel und die K9 kürzer anzufahren war als über die L860, die Umfahrung und die L773... daher nur einmal Kontrolle "8", statt "7, 8, 8". Zum Schluß durfte der Punkt an der K12 nicht übersehen werden. Somit haben wir Tourchen 15 mit Null Fehlern beendet. 16:12.: Nach dem A-Pfeil begann Tourchen 16 mit Chinesen im Labyrinth. Sieht zwar chaotisch aus, ist aber eigentlich eine Reihe von normalen Chinesenzeichen. Die übrigen Aufgabenteile waren aus unserer Sicht relativ einfach. Lediglich an einer Stelle war es etwas schwieriger. Darüber morgen mehr. Wir wollen schließlich unseren Konkurenten nichts verraten. Inzwischen sind wir etwas weiter südlich bei Exter angelangt. Gerade wird mir mitgeteilt, dass wir auch heute mit Null Fehlern abgeschlossen haben. Nach Tourchen 16 müssten wir nach unserer Rechnung insgesamt 20 Strafpunkte haben und damit mindestens die 17 Teilnehmer hinter uns gelassen haben, die nach Aufgabe 8 bereits mehr Strafpunkte hatten als wir. Während ich dies so schreibe kommt auf der anderen Leitung die Ankündigung der 1. Virtuellen Winterfahrt 2021 herein. Eine virtuelle Ori der VG Virtuelle Ori- Challenge, die vom 07. Januar 2021 an bis zum 05. Februar 2021 über 4 Etappen geht. Sicher wieder mit viele Fallen von Peter Beckers in die man “tappen” kann. 17.12.: Die 17. Etappe war etwas umfangreicher in der Ausarbeitung. Eine Landstraße durfte nur nach links aufgefahren werden. Hier musste man an mehreren Stellen aufpassen. Zum Schluß hatten wir neunzehn OK´s notiert und wieder einen Nuller! So könnte das weitergehen! 20.12.: In der 18. Etappe wurden wir in einer besonderen Art geprüft. Die erste Version mit Chinesen war nicht “fahrbar” sprich “lösbar”. Die etwas später am Tage geschickte neue Version war dann so leicht, dass insgesamt 19 Null-Fehler-Karten eingereicht wurden. Wir waren dabei. Etappe 19 war für uns ebenfalls gut lösbar. Nachdem wir nach einer Weile die absolut kürzeste Strecke zum Punkt (3) ausgeschlossen hatten, diese war durch den Strich der “OK 4” gesperrt, kamen wir schnell auf die Wende über die “OK g”. Der Rest war pures Messen. Auch Etappe 20 war eigentlich recht einfach. Wenn man ALLE Aufgabenteile “registriert” hatte, also den Punkt bei Hengst-Heide, war für den Rest nur noch genaues Messen notwendig. Insgesamt haben wir mindestens 6 Varianten überprüft. Wir hoffen, wie bei den letzten Tourchen auf einen Nuller! Die Aufgabenstellung rechts nennt sich “Chinesenrallye im Gitter”, sieht kompliziert aus, ist aber recht einfach. 23.12.: Tourchen 21 war gut lösbar. Allerdings musste man den “versteckten” Punkt rechts auf der Karte gesehen haben um den Weg nicht über die OK x, sondern über die OK 6 zu nehmen. Aufgabe 22 war wieder eine Kombination von Pfeilen, Punkten, Chinesen und Nummernsalat. Nachdem wir erkannt haben, dass einer der Punkte auf einer Brücke lag haben wir zum Schluß die richtige Lösung abgegeben. Heute haben wir nun das vorletzte Tourchen aufgemacht. Die Nummer 23. Es gab etwas Neues. Zwischen A- und E-Pfeil musste man alle auf der Karte befindlichen Höhenpunkte so nah als möglich vom niedrigsten bis zum höchsten anfahren. Dabei galt für Kreis- und Landstraßen das Einbahnstraßenprinzip. Außerdem durfte man Sackgassen befahren. Etwas “kniffelig” wurde es auf dem Weg vom letzten Höhenpunkt zum E-Pfeil. Wir haben wohl alles richtig gemacht. 25.12.: Bei der 24. und letzten Aufgabe musste man den heiligen 3 Königen helfen den richtigen Weg zur Krippe zu finden. Der Weg war mit Punkten und Chinesenzeichen “gepflastert”. Eigentlich nicht schwierig, wenn man die Einbahnstraßen- regelung für Landstraßen beachtete und den Satz verinnerlichte: “Innerhalb der Chinesen werden alle OK notiert, auch die links stehen!”. Ein kleines “u” nach dem letzten Chinesenzeichen, aber innerhalb der gerade befahrenen Siedlung, sollte dazu verleiten notiert zu werden. In der Wertung wurde dies allerdings dann neutralisiert. Eine Veranstalter- markierung war ebenso zu beachten. Heute nun wurde die Gesamt-Endwertung veröffentlicht. Die Mühe hat sich gelohnt. Mit 15 Strafpunkten belegten wir hinter Peter Beckers (5 Strafpunkte) den zweiten Platz. Natürlich hatten wir den Vorteil, dass wir zu zweit die Lösung erarbeitet haben. Nach der abendlichen Veröffentlichung hat jeder von uns eine Lösung erarbeitet, dann haben wir verglichen, gegebenenfalls überprüft und korrigiert, anschließend wurde die Lösung über Nacht ruhen gelassen. Einige Fehler sind uns dann noch aufgefallen, oder wir haben nochmals etwas genauer nachgemessen. So ist uns beim letzten Tourchen gerade noch rechtzeitig die Veranstaltermarkierung aufgefallen, nachdem wir uns vorher “totgemessen” haben, welche Strecke nun kürzer ist. Den versteckten Punkt in Tourchen 21 hat Gudrun bereits am abend entdeckt. Fazit: Die Ausarbeitung hat uns großen Spaß bereitet, auch wenn uns manche Vorgaben nicht eindeutig genug waren. Wahrscheinlich haben wir als reine Ori-Fahrer mehr gesehen, als eigentlich gemeint war. So haben wir uns gefragt, nachdem die Chinesen mit Fischgräte des Tourchen 18 irgendwie nicht lösbar war, warum schreibt er “...rechts die schwarzen...”? Meint er vielleicht die “fettschwarzen”, also die Fischgräte nicht fahren? Hat sich ein wenig später aufgeklärt. Auf jeden Fall von uns aus ein großes Dankeschön an den Fahrtleiter und sein Team. Mir ist aus eigener Erfahrung bekannt, welche Arbeit hinter diesen 24 Tourchen gesteckt haben. Auch kann ich mir denken, dass so einige Rückfragen oder Anmerkungen auf den Fahrtleiter eingestürzt sind. Er hat es so gewollt!
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