Motorsportgemeinschaft Solingen
© Sportfahrerkreis Solingen 2022 Letzte Aktualisierung: 19.08.2022 - 16:00 Uhr

1. Virtuelle Havellandto(rt)ur der Motorsportfreunde Spreeteufel

vom 21. bis 22. Januar 2022

Bericht af

Den Teufel im Wappen! Die Motorsportfreunde Spreeteufel haben für das Wochenende um den 22. Januar 2022 ihre 1. Virtuelle Havellandto(rt)ur ausgeschrieben. Am ”Start” waren insgesamt 51 Teilnehmer. Ein schön großes, aber noch händelbares, Teilnehmerfeld. Die Veranstaltung hätte das Attribut „International“ verdient. Unsere dänischen Freunde waren am Start, genau wie tschechische Motorsportler und andere. Mangels Teilnehmer in der Klasse A gab es nur die Klassen B und C. Natürlich waren vorher noch einige Fragen zu den Durchführungsbestimmungen zu klären. Da die Bestimmungen im Berliner Raum etwas anders formuliert werden aber wahrscheinlich keinen Unterschied zum Westdeutschen Raum bedeuten, haben wir uns etwas schwer getan diese richtig zu interpretieren. So wurden Antworten zu Rückfragen anderer Teilnehmer von Mal zu Mal für uns unklarer, insbesondere was den Pfeil zu Beginn einer Aufgabe betraf. Es gab Punkt-, Strich-, Pfeil- und Streckenskizzen. Besondere Bestimmungen waren „Gegenläufiges (amerikanisches) Linksabbiegen“ zur Idealstrecke war verboten und „Auf Bundesstraßen darf nicht nach links aufgebogen werden“. Alles andere war mehr oder weniger „normal“. Außerdem galt für die ganze Veranstaltung das „Einbahnstraßenprinzip“. Insgesamt gab es 11 Aufgaben, die in DIN A 4 ausgedruckt auch mit bloßem Auge gut erkennbar waren. Eigentlich lief unsere Ausarbeitung von Beginn an recht flüssig. In Aufgabe 1 notierten wir lediglich einen Fehler. Der Fehler in Aufgabe 2 war ein Flüchtigkeitsfehler, da Bundesstraßen „zu jeder Zeit“ auch gegenläufig befahren werden durften. Dann kam die Aufgabe 3! Hier haben wir nicht bedacht, dass wir noch nach Übersichtskarte von Aufgabe 2 nach 3 fahren, wo auch der Pfeil auf der Bundesstraße noch nicht bekannt war. So begannen wir wiederholt mit dem falschen Ansatz und Anfahrt zum A. Wir haben es geschafft, diese Aufgabe ohne jegliche NK (OK) zu absolvieren. Außerdem fanden wir keinen plausiblen Weg zur Aufgabe 4. Hierzu musste man nach rechts auf die Bundesstraße = für uns nicht lösbar. Ein Fehler und 6 NK´s zu wenig. Mal schauen wie die Wertung aussieht! In Aufgabe 4 galt die Aufgabenstellung „Streckenskizze“. Zwischen der Lösung „Wendeschleife auf der Bundesstraße“ zuerst oder zuletzt, lagen Null Fehler oder 1 NK an falscher Stelle sowie 3 NK´s Zuviel. Auch in Aufgabe 5 machten wir zu Beginn einen Fehler: Wir haben das „Linksauffahrtverbot auf Bundesstraßen“ nicht beachtet. So war diese „Strich-Punkt-Strich… - Aufgabe“ zum Schluss nicht lösbar und auf unserer Bordkarte viele NK´s in falscher Reihenfolge, die jedem Auswerter Freude bereitet. Ohne diesen ersten und einzigen Fehler wäre die Lösung reine Routine gewesen. Von 5 nach Aufgabe 6 = Null Fehler = wir freuen uns! Die ersten 8 und 2 Weitere von 13 NK´s der Aufgabe 6 waren richtig. Die Aufarbeitung der Fehler lassen wir hier einmal weg. Bis einschließlich Aufgabe 7 Teil 1 alles richtig auf der Bordkarte. In Teil 2 war eine NK Zuviel und eine zu wenig. Den Übergang zu Aufgabe 8 hatten wir richtig. In dieser Aufgabe hätten wir den 2x zu fahrenden Pfeil direkt hintereinander fahren müssen. So auch hier 1 Fehler und 2 fehlende NK´s. Erst in Aufgabe 10 machten wir unseren nächsten Fehler. Nur 2 NK´s zu wenig. Gemäß Lösungsskizze haben wir in der letzten Aufgabe die NK12 Zuviel. Dies ist nachvollziehbar, da der 2x zu fahrende Punkt bei Hin- und Rückfahrt erledigt war und später nicht mehr angefahren werden musste. Die gelbe Markierung für das gegenläufig erlaubte Befahren war demnach eine „Falle“ des Fahrtleiters. Zum Schluss fehlt uns die letzte Kontrolle, die NK16. Wir haben die darunterliegende kürzere Straße genommen, jedoch nicht bedacht, dass wir hier ein kleines Stück Idealstrecke gegen fahren. Wie sollten wir auch, da wir in Aufgabe 1 einen anderen Weg gefunden hatten. Um solche Folgefehler durch Legung einer falschen Einbahnstraße zu verhindern bedarf es ein großes Können des Fahrtleiters oder eines Teilnehmers, der keine Fehler macht, die im Verlauf der Ori relevant sein können. Ein paar Mails nach der Veranstaltung lassen den Schluss zu, dass einige Rückfragen oder auch Einsprüche beim Veranstalter eingegangen sind. Auch wurde wohl nicht von allen eine Lösung eingereicht. Bis zur Verkündung der Ergebnisse am nächsten Wochenende bleibt es also spannend. Übrigens: Die Unterscheidung nach den Klassen B und C wäre nicht nötig gewesen. Klasse C hatte lediglich eine Bestimmung zusätzlich und nach Vergleich der Fahrtunterlagen gab es nur sehr wenige Unterschiede zwischen den beiden Klassen. Fazit: Unsere Entscheidungen vor Corona die Berliner Ori`s im Rahmen der NordOM nicht zu fahren, war Goldrichtig! Immerhin wären es rund 600 Kilometer Anfahrtsweg und 600 km Rückfahrt gewesen! Update vom 29.01.2022: Nachdem nun das Organisationsteam alle Einsprüche bzw. Fragen zur Musterlösung bearbeitet und beantwortet hat, hat Michael Kissel als Streckenverantwortlicher die Auswertung, unter Berücksichtigung von akzeptierten Einsprüchen, der Bordkarten nunmehr abgeschlossen. In Klasse B (Fortgeschrittene) hatten sich 28 Teilnehmer eingefunden, von denen 3 leider aus irgendwelchen Gründen nicht gewertet wurden. Gewonnen hat diese Klasse einer unserer dänischen Freunde, Troels Nielsen mit 160 Strafpunkten. Vom MSC Dülken folgte mit 170 Strafpunkten Hans-Peter Milka. Erstaunlicherweise konnten wir mit 200 Strafpunkten den dritten Platz erreichen. Die Expertenklasse hat Nicole Jentsch mit 40 Strafpunkten vor Michael Zeuner und Peter Kietzmann gewonnen. Nur diese drei hatten unter 100 Strafpunkte. Auch in dieser mit insgesamt 23 Teilnehmern besetzte Klasse kam einer nicht ins Ziel.
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